Wohnungslosigkeit
Das Problem
21.073 Personen. So viele Menschen sind in Österreich obdach- und wohnungslos, 11.512 davon allein in Wien. Frauen, Kinder und Männer wissen nicht, wo sie die nächste Nacht verbringen sollen.
Es gibt viele Vorurteile, die eine klare Sicht auf das Problem verstellen. Wer ist davon betroffen? Welche Bedingungen führen dazu, dass sich Menschen in einem der reichsten Länder der Welt keine Miete leisten können?
Die Fakten
Wohnungslosigkeit nimmt zu.
Laut den neuesten Zahlen von Statistik Austria waren im Jahr 2024 in Österreich 21.073 Personen als wohnungslos oder obdachlos registriert. Das ist ein Anstieg von 2,8 % (plus 578 Personen) gegenüber dem Vorjahr.
Wohnungslosigkeit wird jünger.
Junge Erwachsene (18–24 Jahre) machten 11 % der registrierten Personen aus.
Wohnungslosigkeit wird weiblicher.
Wohnungslose Männer sind sichtbarer als Frauen. Viele Frauen leben prekär oder in Abhängigkeits- und Gewaltbeziehungen, um den Wohnplatz für sich und ihre Kinder zu erhalten. 6.629 Frauen (30,5 %) waren 2024 Jahr obdach- und wohnungslos.
Strukturelle Gründe
Die Wohnkosten steigen.
Während die Miet- und Energiekosten in den letzten Jahren stark gestiegen sind und das Leben insgesamt teurer wurde (Stichwort Inflation), hinkt die Entwicklung der Einkommen hinterher. Die sogenannte Leistbarkeitslücke wird immer größer. Die Mietpreise in Wien haben sich seit 2013 um 42 Prozent erhöht. Die allgemeine Inflation lag im gleichen Zeitraum bei 32 Prozent.
Soziale Ungleichheit wächst.
Die Nachfrage nach leistbarem Wohnraum steigt. Der Wohnraum von kommunalem und gemeinnützigem Wohnbau ist begrenzt, der Zugang zu gefördertem Wohnraum für wohnungslose Menschen oft zu hochschwellig.
Die beste Hilfe?
Eine eigene Wohnung.
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